Zum Tode Arafats

Die Bundesregierung hat die Verdienste des verstorbenen Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat gewürdigt. Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärte, es sei Arafat nicht vergönnt gewesen, ›sein Lebenswerk zu vollenden‹. Schröder hob in einem Beileidsschreiben an den palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Kurei hervor: ›Jassir Arafats Streben war zeit seines Lebens darauf gerichtet, die Palästinenser in die Unabhängigkeit zu führen und einen souveränen, lebensfähigen palästinensischen Staat zu errichten.‹

Der deutsche Außenminister Joschka Fischer hat nach dem Tod Arafats angemahnt, alles für einen geordneten Machtübergang zu tun. ›Von zentraler Bedeutung ist dabei eine durch baldige Wahlen legitimierte Führung, die einer gerechten Friedenslösung verpflichtet bleibt‹, teilte Fischer in Berlin mit. Mit dem Tod Arafats habe das palästinensische Volk seinen historischen Führer verloren. ›Eine Ära geht mit ihm zu Ende‹, so Fischer.

Mehr braucht man nicht zu sagen. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten, wie es mit Palästina weitergeht. Entweder der Friedensprozess bekommt endlich wieder richtig Schwung, weil frisches Blut am Werk ist. Oder er kommt zum Erliegen, weil sich verschiedene palästinensische Organisationen um die Macht oder Ohnmacht streiten. Hoffen wir – mehr bleibt uns nicht.

via: IT&W

Donnerstag, 11. November 2004, 12:08 Uhr
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1 Kommentar

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Andreas

also entweder richtig Schwung, weil frisches Blut
oder frisches Blut, weil richtig Schwung?  :-D

11.11.2004, 15:40WEBSITEDIREKT ANTWORTEN


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