Die reformierte Rechtschreibreform

DWDL in einem Kommentar:

Deutschland erlebt in diesen Tagen einen Kultur-Putsch, mit dem der Axel Springer Verlag zusammen mit dem offenbar neuen Busenfreund, dem Spiegel Verlag, das Sommerloch füllen will.
[...]
Sie tun dies nicht allein in ihrer Funktion als Verlag oder Herausgeber, sie thematisieren dies auch als selbst geschaffenes Thema in ihren Publikationen. [...] Sie berichten nicht, sie schaffen selber Themen und Stimmungen.
[...]
Das Thema Rechtschreibreform wird zum Generationenkonflikt. Mit einer offenen Arroganz forderte ›Bild am Sonntag‹-Chefredakteur Claus Strunz am Sonntag bei ›Sabine Christiansen‹: ›Die Sprache gehört dem Volk‹ und verlangte eine Volksabstimmung. Dabei setzt er offenbar auf die Faulheit eines Großteils der Deutschen, sich auf die neuen Regeln einzustellen. Natürlich ist es bequemer, bei dem zu bleiben, was man sein Leben lang kannte. ›Ich lerne die bestimmt nicht‹, so Strunz über die neue Rechtschreibung. Da braucht man politisch nicht einmal links zu stehen, um dem ›BamS‹-Chefredakteur da maßlose Ignoranz zu unterstellen.
[...]
Ein Chaos entsteht also nur, wenn jetzt aus Faulheit, Gewohnheit oder Angst vor dem Neuen viel zu spät gegen eine Reform argumentiert wird, die bereits seit Jahren in der Praxis umgesetzt ist. Auf wundersame Art und Weise scheint jetzt, ein Jahr vor der endgültigen Umstellung, die Panik unter den älteren auszubrechen, künftig nach neuen Regeln schreiben zu müssen.

Der volle Beitrag bei DWDL.

Freitag, 13. August 2004, 22:34 Uhr
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1 Kommentar

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Dave-Kay

Generationkjonflikt, das ist doch lächerlich. Wir haben damals in der Schule die Köpfe geschüttelt über so manches und waren froh, rechtzeitig weg zu kommen. (in welche generation gehöre ich denn? pro oder kontra?)
Fakt ist, ein Teil der Reform ist schlicht stumpf und war pure Beschäftigungstherapie für einige lahmarschige Bürokratendrecksäcke (so fast der O-Ton unserer generation damals). Einiges macht Sinn, anderes eben gar nicht. Es kann einfach nicht angehn, dass ein paar Deppen hinter verschlossenen Türen sitzen und sich Unfug ausdenken, der ganz Deutschland betrifft. Hätten wir damals eine Handhabe gehabt, hätten wir das Ding schon damals gekippt, als du wahrscheinlich noch feuchte Windeln hattest. :-p
Allerdings muss ich zugeben, dass der Zeitpunkt für eine Ravolution gegen diese Reform lange verstrichen ist. Demnach ordne ich das in die kategorie Sommerloch und Spaß für lernbehinderte ein und sage: Die Reform muss durchgehen.

14.08.2004, 02:09WEBSITEDIREKT ANTWORTEN


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